Sonntag, 22. Mai 2016

Namibia 2015: Nachmeldung Termitenschmätzer

Termitenschmätzer  - Foto Ulrike Wizisk
Ich habe noch etwas im Fotoarchiv entdeckt: Den Termitenschmätzer von der Kalakari Bush Break Lodge (Myrmecocichla formicivora) hatten wir nicht auf der Liste (24.11.2015).

Namibia Nov. 2015: ?Weißflankenschnäpper

Foto Armin Scholz-Behlau

Foto Ulrike Wizisk
Diesen Vogel haben sowohl Armin als auch Ulrike am 23.11.2015 beim Abendspaziergang auf dem Gelände der Kalahari Bush Breaks Lodge fotografiert. Er wurde vor Ort als Piritschnäpper (Batis pririt) bestimmt. Armin ist aber nun aufgefallen, dass auf den Fotos nirgendwo die dunklen Flecken an den Flanken erkennbar sind, die der Piritschnäpper aber haben müsste. Er vermutet, dass es sich um einen Weißflankenschnäpper (Batis molitor) handelt und fand auch diese Seite im Internet: 

http://www.biodiversityexplorer.org/birds/malaconotidae/batis_molitor.htm
Dort ist für diese Art im Umkreis der betreffenden Lokalität ein inselhaftes Vorkommen verzeichnet.

Ich (Ulrike) sehe auch keine Flecken auf den Flanken und denke, dass es sich in der Tat um einen Weißflankenschnäpper handeln könnte und habe den Vogel nun unter Vorbehalt "umbenannt". ABER ich gebe zu bedenken, dass nur diese eine Quelle diese Verbreitung dort angibt. Und solche lokalen Vorkommen weitab von dem normalen Verbreitungsgebiet (bei ansonsten ähnlicher Landschaft) sind meiner Meinung immer mit Vorsicht zu genießen. Es können auch Fehlbestimmungen sein. Zumal die beiden Arten sich ja sehr ähnlich sehen. Wir werden das also nicht 100% abschließend klären können.


Namibia Nov. 2015: komischer Grauschnäpper


Fotos Armin Scholz-Behlau
Armin findet, dass dieser Grauschnäpper (vom 22.11.2015) einen ungewöhnlich deutlichen Augenring hat, aber mangels Alternativen ist es aber eben doch einer.
Ulrike gibt zu bedenken, dass solche Merkmale sich manchmal auch beim Nachschärfen der Fotos etwas "verstärken". Ansonsten weiß man ja nicht, ob da im südlichen Afrika nicht irgendeine Unterart herumfliegt, die wir nicht kennen.

Botswana Nov. 2015: Stummelweber in Umfärbephase

?Stummelweber  - Foto Armin Scholz-Behlau
Bei diesem Vogel handelt es sich nach Armins Ansicht um einen männlichen Stummelweber (Euplectes axillaris) in der Umfärbephase zum Prachtkleid. Ich (Ulrike) kann da zustimmen - allerdings sind diese Vögel im Gefiederwechsel immer in der Bestimmung etwas unsicher. Armin weißt aber auch auf den "oben und unten hellen Schnabel" als Identifizierungsmerkmal hin.
Die Art ist an diesem Tag auch in unserer Liste eingtragen (21.11.2015 Bootsexkursion auf dem Okavango; Xaro Lodge)

Sonntag, 1. Mai 2016

Botswana Nov. 2015 - Xaro Lodge: Korrektur Specht

Bennett-Specht-Paar (Campethera bennettii) - Foto Armin Scholz-Behlau

Armin meldet eine weitere Korrektur. Bei dem Specht-Paar, das auf dem Gelände der Lodge eine Höhle zu zimmerte, handelt es sich um den Bennettspecht (Campethera bennettii) und nicht um den Namaspecht. Da werde ich die Liste ändern.

Namibia Nov. 2015: Einfarb-Schlangenadler

Foto  Ulrike Wizisk
Bei diesen Vogel sind Armin und ich uns einig. Es handelt sich - trotz des eigenartigen hellen Bartstreifens - um einen Einfarb-Schlangenadler.  (20.11.2015 im Bwabwata National Park)

Nambia Nov. 2015: Schwarz- oder Braunkehlchen

Foto Armin Scholz-Behlau
Armin schreibt zu diesem Foto: "diesmal ein - aus meiner Sicht - echter Rätselvogel. Aufgenommen auf der abendlichen Bootsfahrt von der Mahangu Lodge am 18. Nov 2015. In unserer Liste haben wir ihn wohl als Schwarzkehlchen eingetragen. Mit dem Schnabel und dem einigermaßen erkennbaren Überaugenstreif habe ich aber mit einem Schwarzkehlchen Schwierigkeiten."
Er bringt dann ein Braunkehlchen ins Spiel:  "Die Kopffärbung kann natürlich in Richtung weibliches Schwarzkehlchen deuten, aber haben die so einen erkennbaren Überaugenstreif ? Eher weniger. Und deutet das Singen auf einem Halm nicht auf ein Männchen hin ? Das wäre dann eher ein Braunkehlchen."

Ich (Ulrike) habe diesen Vogel auch fotografiert und auch bei der Bestimmung meine Bedenken gehabt, aber erst mal das Braunkehlchen verworfen, weil es im südlichen Afrika nur wenige Nachweise gibt. Aber der deutliche Überaugenstreif spricht tatssächlich eher gegen gegen ein Schwarzkehlchen-Weibechen. Die Weibchen der östlichen (Unter-) Art "Pallas-Schwarzkehlchen" - Saxicola (torquartus) maurus zeigen zwar einen Überaugenstreif, aber dass nun diese gerade in Namibia überwintern halte ich eher für unwahrscheinlich. Doch auch beim afrikanischen Schwarzkehlchen wird ein "dusky supercilium", also ein verwaschener Überaugenstreif angegegeben.
  
Foto Ulrike Wizisk
  
Foto Ulrike Wizisk
 Irgendwie erinnert das gesamte Gefieder mit der dunklen "Wange" und dem teilweise recht kräftigen rot schon an ein Braunkehlchen, das im Winter jetzt nicht das kontrastreiche Brutgefieder trägt - oder an einen Jungvogel, der gerade in das adulte Gefieder wechselt. ABER, ich habe noch ein weiteres Foto, das ich kurz vor diesen beiden oben gemacht habe:

Es zeigt wohl einen anderen Vogel. Hier würde es mir lechter fallen, Schwarzkehlchen-Weibchen zu sagen.

Ich bin also auch - genau wie Armin - hin und her gerissen, neige aber doch eher zum Schwarzkehlchen-Weibchen, denn Braunkehlchen wurden nur 3x in den letzten 20 Jahren im südlichen Afrika nachgewiesen.

Übrigens, ich kann mich nicht erinnern, dass die Vögel gesungen haben. Ich glaube, die hatten den Schnabel offen, weil es so heiß war.

 Vielleicht meldet sich ja mal jemand, der in einem Braunkehlchen- und/oder Schwarzkehlchen-Revier wohnt und die Tiere in den verschiedenen Kleidern besser kennt.

Namibia Nov. 2015: Nachmeldung Weißrauen-Uferschwalbe

Weißbrauen-Uferschwalbe (Riparia cincta)


Sowohl Armin als auch Ulrike haben Fotobeweise: Die Weißbrauen-Uferschwalbe hatten wir nicht erst an der Xaro Lodge gesehen, sondern schon mindestens 1x an der Mahangu Lodge am 18. Nov. auf der nachmittäglichen Bootsfahrt.

Namibia Nov. 2015: Honiganzeiger oder Nördlicher Graukopfsperling



Fotos Armin Scholz-Behlau
Dieser Vogel wurde am Eingang der Mahangu-Lodge (am Okavango) am 18. Nov. 2015 um 11:45 h fotografiert und als Graukopf-Sperling (Passer griseus) (Northern Grey-headed Sparrow) bestimmt.
Armins schreibt nun: Nach genauerer Betrachtung der Bilder bin ich aber jetzt der Meinung, dass es ein Nasenstreif-Honiganzeiger (Indicator minor) ist - vielleicht noch nicht ganz ausgewachsen, denn die weißen Ränder am Schwanz sind noch nicht ausgeprägt, aber einen dunklen Bartstreif vermag ich zu erkennen und die Flügelfarbe geht eher in Richtung Oliv als in Richtung Braun. Auch der Schnabel sieht m.E. eher nach Honiganzeiger aus als nach Sperling. 

Ich (Ulrike) kann dem nicht folgen und halte ihn weiterhin für einen Graukopf-Sperling, der im Sasol - Birds of Southern Africa auf S. 415 mit einem dickem Schnabel und einer deutlichen hellen Kehle abgebildet ist. Bei mir erscheint das Gefieder der Flüge auch eher braun und wie ein Jungvogel wirkt der Vogel m.E. auch nicht.