Freitag, 11. Dezember 2015

Namibia Nov. 2015: Ein Gruß vom Milchuhu

Klaus und Ulrike sind die einzigen, die ihn in Namibia am Ende der TERRA-UNICA-Reise im November 2015 gesehen haben. Sie fanden ihn in ihrer "Überbrückungszeit" bis zum Abflug auf der Ondekaremba-Farm zusammen mit unserem Reiseleiter Stefan Rust.

Milchuhu oder Blassuhu (Bubo lacteus)

Namibia Nov. 2015: Säugetiere an der Tränke

Klaus hatte auch noch Fragen zu einigen Besuchern an der Tränke der Kalahari Bush Breaks Lodge:

Hierbei handelt es sich um den Ellipsen-Wasserbock (Kobus ellipsiprymnus)

 Impalas

Namibia Nov. 2015: Glockenreiher fehlt auf der Liste


Den Glockenreiher haben bei der Bootstour auf dem Okavango vermutlich alle Teilnehmer gesehen. Das Beweisfoto oben stammt von Klaus Witt, dem auch auffiel, dass der Vogel auf unserer Liste vergessen wurde. Wir waren an dem Tag wohl eher von dem Braunkehlreiher begeistert.

Start der Namibia/Botswana-Bestimmungen (Reise November 2015)!

Die TERRA-UNICA-Namibiareise ist erfolgreich mit über 300 Vogelarten beendet worden und nun geht es an die Bearbeitung der Fotos. Da werden bestimmt noch einige Überraschungen auftauchen.
Natürlich ist es Klaus, der als erster mit der Sichtung der Fotos und der Auswertung der Daten fertig ist! Er schickte mit einige Fotos und eröffnet somit die Diskussion.



Dieses Foto vom 14.11. (Toshari Lodge) zeigt seiner Meinung nach den Strichelstirn-Honiganzeiger (Scaly-throated Honeyguide) - eben wegen der Strichelung. Nach HBW reicht dessen Verbreitung mit einem Keil nach Westen in unser Gebiet hinein. Er wurde aber von uns als Wahlberg-Laubpicker (Brown-backed Honeyguide) in die Liste aufgenommen.

Ich (Ulrike) habe diesen Vogel auch gesehen, aber nicht fotografiert und kann mich an eine eine lebhafte Diskussion erinnern. Stefan war auch wegen der Strichelung irritiert, schloss aber den Strichelstirn-Honiganzeiger aus, da der einen sehr dicken Schnabel haben muss. Die Zeichnung im HBW zeigt das nicht ganz so deutlich, aber bei der mit dem HBW alive verbundenen Internet Bird Collection gibt es einige Fotos (hier klicken), bei denen man den sehen kann, dass der Schnabel deutlich kräftiger ist als bei dem von uns beobachteten Vogel. Das Foto von Klaus lässt auch einen sehr schmalen "mikrigen" Schnabel erkennen.

Gegen den Wahlberg-Laubpicker (brown-backed Honeyguide) spricht die starke Strichelung, die in der Bestimmungsliteratur nicht gezeigt und erwähnt wird. Stefan hatte deshalb ein Foto (ich glaube von Armins Kamera abfotografiert) zu einen Experten geschickt. Der meinte, dass der Wahlberg-L. in der Gegend schon mal deutlich gestrichelt ist. Leider helfen hier die Fotos der Internet Bird Collection nicht weiter (hier klicken). Sie stammen aber auch alle nicht aus unserer Gegend.

Diese Bestimmung ist für mich auch noch nicht ganz befriedigend......

Bei e-bird sind beide Arten nicht für die Region gemeldet.

Hat jemand noch andere Fotos und Ideen?



Dienstag, 20. Januar 2015

Riesen-Elenatilope


In der Säugetierliste hatte ich beim Lake Mburo die Elenantilope (Taurotragus oryx) angekreuzt. Es handelt sich aber wohl doch um die Riesen-Elenantilope (Taurotragus derbianus) (Danke an Günter für den Hinweis!). Sie ist ein wenig größer und mächtiger als die Elenantilope. Die Hörner sind weniger stark gedreht und auch länger. Die dunklen Flecken an den Beinen sind deutlicher.
Auf der Abbildung im "African Mammals" von Kingdon und auch auf (den wenigen guten) Fotos im Internet sehe ich bei den Riesen-E. immer einen Streifen dunkler, längerer Haare, der sich längs unter dem Bauch zieht. Man kann den auch auf meinen Bildern erkennen. Der scheint bei den "normalen" Elenantilopen zu fehlen, doch wird das bei den Artbeschreibungen nie als Unterscheidungskriterium herausgestellt.
Eigentlich sollten die Riesen-E. so um die 15 Streifen haben, was meine Bilder nicht zeigen, doch auch die"normale" Elenantilope sollte mehr Streifen haben als die von mir fotografierten Tiere. Vermutlich ist das dadurch zu erklären, dass ich keinen ausgewachsenen Bullen gesehen und aufgenommen habe. Oder wir hatten es mit einer speziellen Unterart zu tun.
Es handelt sich vermutlich um ein inselartiges Vorkommen, denn auf der Verbreitungskarte im "African Mammals" von Kingdon wird die Riesen-E. nicht für unser Gebiet angegeben und auch im Text nicht erwähnt.  



Weiß jemand noch mehr zu diesem Thema? Ihr könnt direkt in den Kommentar schreiben.

Mittwoch, 7. Januar 2015

African Citril - Western Citril

Ich habe leider kein Foto, aber zur Ergänzung / Erklärung unserer Liste dieses:

Wir hatten während der Reise den African Citril nachgetragen.

HBW alive (Online-Version des Handbuchs) gibt für den African Citril - Serinus citrinelloides Rüppell, 1840, Simen, Ethiopia - für Unganda die Unterart Serinus citrinelloides frontalis an.
Es wird aber darauf hingewiesen, dass diese Unterart (und einige andere) nun als Arten geführt werden - also dann Serinus frontalis

Unsere Checkliste beruht auf Avibase nach dem IOC World Bird Names, version 4.04
Die Art wird dort aufgeführt als Western Citril - Crithagra frontalis - Brauengirlitz

Crithagra ist eine neue Gattung, die man aufrund von DNA-Untersuchungen von den Serinus abgespalten hat. HBW alive weist bei einigen verwandten Arten bereits auf diese und andere neue Gattungen hin, allerdings nicht beim African Citril. Offensichtlich ist hier die Systematik nicht abschließend geklärt.